Wer uns fleißig auf Social Media verfolgt, dem ist es sicherlich nicht entgangen, dass wir die Ehre hatten dieses Jahr auf der Pixelmania in Polen zu fotografieren. Hier konnten wir Fotografen und Cosplayer aus den verschiedensten Länder kennen lernen – lustigerweise auch viele aus Deutschland. Im Folgenden möchten wir euch einen kleinen Einblick in die Welt von Pixelmania und unseren Erfahrungen mit dem Event geben.

Die Pixelmania ist ein jährlich stattfindendes Event für Fotografen und Cosplayer aus aller Welt. Man versammelt sich, um gemeinsam fotografische Kunstwerke an ziemlich geilen Locations zu erschaffen. Rund um die Stadt Lubomierz in Polen sind diese an verschiedensten Orten verstreut. Von Burgen und Wasserfällen, bis hin zu Stränden und Lost Places, gibt es hier alles was das Fotografen-Herz begehrt.

Dancing Fox Cosplay als Fury aus Darksiders

Im Vorfeld wurden Shootings für die drei Tage geplant und Zeitpläne erstellt: wer wird geshootet? Wann wird geshootet? Und am Wichtigsten: wo wird geshootet? Die Veranstalter hatten über Google Maps eine umfangreiche Map erstellt, auf der alle öffentlich zugänglichen Locations markiert worden waren. Das hat die Suche wirklich sehr erleichtert. Nachdem der Plan dann stand hieß es nur noch abwarten, bis es endlich so weit war.

Donnerstagabend, der Tag vor Pixelmania, war unser Stichtag für die Fahrt nach Polen. Nach 4,5 Stunden Fahrt schlugen wir unser Lager in einem Resort, ca. 18 Minuten vom Hauptquartier in Lubomierz entfernt, auf. Glücklicherweise war kein Platz mehr im HQ und wir mussten uns Etwas außerhalb suchen. Wer auf saubere Duschen und getrennte Bäder steht, sollte das auch zukünftig tun! Man sollte wissen, dass das HQ nicht die luxuriöseste Unterkunft ist. Die Geschichten der anderen Teilnehmer, waren teilweise sehr .. naja .. interessant ^^

Doch wie sieht so ein Tag bei Pixelmania aus?

Einige Fotografen fingen schon zu früh um 6 Uhr morgens das Fotografieren an und hatten teilweise bis zu sieben oder mehr Shootings am Tag. Wer die Ausdauer hat – Glückwunsch! 😀 Wir starteten langsam am Freitag mit nur zwei Shootings. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit quasseln und essen. Das Catering war komplett umsonst, was wirklich sehr cool war. Klar gab es keine High-End-Küche, aber um den Magen zu füllen, hat es locker gereicht. Was am ersten Tag aufgefallen ist: bei einigen herrschte Shooting-Flaute und viele Fotografen hatten keine Models. Was zu der Frage führt: Waren eventuell zu wenig Cosplayer am Start?

Mewmiku als Yuffie aus Final Fantasy VII

Am Samstag ging es dann los. Vier Shootings waren geplant, jedes an einer anderen Location. Der Vorteil war, dass alles mit maximal 45 Minuten Fahrtzeit zu erreichen gewesen ist. Manchmal sogar nur 20-30 Minuten. Leider hat uns das Wetter ab und an mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Großen und Ganzen war es aber ganz okay. Das Highlight des Tages war als Location definitiv der Japanische Garten. Er war wunderschön angelegt und unfassbar groß mit viel Abwechslung! Daumen hoch für diese Location!

Für Sonntag gab es dann, dank einer Absage, nur zwei Verabredungen zum Fotografieren. Alles in allem also ein für uns guter Schnitt, was Absagen angeht. Viele hatten sich beschwert, dass Absagen nur so rein prasselten oder teilweise einfach niemand zum Shooting kam, ohne abzusagen. In unserem Augen ein großes No-Go! Es tut ja keinen weh, eine kurze Nachricht zu hinterlassen … Nach unserem letzten Shoot ging es dann direkt wieder Richtung Heimat. Wir waren so unfassbar kaputt, aber auch sehr happy ein Teil von diesem Event gewesen zu sein.

Und hat es sich nun gelohnt oder nicht?

Schon mal vorweg: JA! Allein wegen den Locations! Wir waren an so vielen coolen Orten: ein mega schön angelegter, japanischer Garten, zwei alte Fabrikhallen (eine davon halb abgerissen), ein altes Fabrikgelände – perfekt für Fallout, ein schön renoviertes Hotel mit Garten usw.. Man hatte hier unendlich viele Möglichkeiten. Auch was ich bei anderen Fotografen gesehen habe: so viel Abwechslung an einem Fleck gibt es selten.

Natürlich spielen die Cosplayer die größte Rolle bei dem Event. Auch hier gab es von Evangelion bis Red Dead Redemption alles. Viele hatten die Chance auch Gruppen zu shooten oder mit Wölfen, Alapakas oder Feuer. Die Veranstalter haben sich wirklich viel Mühe gegeben um zusätzlich zu den Locations noch weitere Möglichkeiten anzubieten. Auch hier war das Meiste kostenfrei und musste nur aus Verfügbarkeitsgründen vorgebucht werden. Dafür nochmal Daumen hoch!

Wir würden auf jeden Fall jederzeit wieder bei dem Event mitmachen, sofern wir natürlich einen Platz bekommen. Vielleicht beim nächsten Mal dann als Cosplayer 😉 Apropos … da gibt es noch etwas zum Thema Pixelmania, was mir auf der Seele brennt. Viele hatten sich damals beworben und wurden nicht genommen. Wurden dadurch traurig und kurzzeitig oder sogar langfristig demotiviert. Lasst euch eins sagen: Dieses Event scheint von außen eine größere Nummer zu sein, als es eigentlich ist! Da spielt viel Marketing eine gewichtige Rolle.

Was positiv ist: aus unserer eigenen Erfahrung hatte hier tatsächlich JEDER die Chance mitzumachen. Es waren teilweise auch kleine Cosplayer dabei oder auch kleine Fotografen wie wir selbst es sind. Wie das Ganze ausgelost wird, ist mir jedoch bis heute ein Rätsel. Aber es spielt weder eine Rolle wie gut man ist oder wie viele Follower man hat. Lasst euch davon also nicht beeinflussen und versucht es beim nächsten Mal wieder 😉

Falls ihr sonst noch Fragen habt, die wir euch beantworten können, schreibt uns einfach!

Kategorien: On Tour

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